Kunst erleben – Kunst gestalten: Kooperation mit dem Kaiser-Wilhelm-Museum Krefeld
Seit 2024 besteht eine enge Kooperation zwischen der Rupert-Neudeck-Gesamtschule Tönisvorst und dem Kaiser-Wilhelm-Museum Krefeld. Im Mittelpunkt steht die Verbindung von schulischem Kunstunterricht und außerschulischer kultureller Bildung.
Das Besondere an der Zusammenarbeit: Die Unterrichtsvorhaben der Einführungsphase (EF) orientieren sich jeweils an den aktuellen Ausstellungen des Museums. Bereits vor der Ausstellungseröffnung setzen sich die Schüler*innen intensiv mit den jeweiligen Themen und künstlerischen Positionen auseinander. In einer kreativen Vorarbeit entwickeln sie eigene Ideen und setzen diese in praktischen Arbeiten um. Ein regelmäßiger Workshop im Studio des Museums ist dabei fester Bestandteil der Kooperation.
So begegnen die Schülerinnen der Ausstellung nicht unvorbereitet: Viele Themen, Fragestellungen und Gestaltungsideen sind ihnen bereits aus dem eigenen künstlerischen Arbeiten vertraut. Der Museumsbesuch wird dadurch zu einer vertieften Auseinandersetzung zwischen eigenen Erfahrungen und den Werken der Künstlerinnen.
Bisherige Projekte der EF:
„Visionäre Räume – Gestaltung in der Architektur“
Ausgehend von den innovativen Raumkonzepten von Walter Pichler und Friedrich Kiesler entwickelten die Schüler*innen eigene visionäre Architekturmodelle. Ihre Ergebnisse wurden abschließend im Kaiser-Wilhelm-Museum präsentiert.
„Die Kunst des Wohnens – Charlotte Perriand: Möbeldesign für zukünftiges Wohnen“
Wie können Möbel gestaltet sein, die auf kleinem Raum mehrere Funktionen erfüllen und zugleich künstlerisch wirken? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Schüler*innen in Theorie und Praxis. Museumsbesuch und Workshop im Studio verbanden die eigene Gestaltung mit den Arbeiten Charlotte Perriands.
Aktuell: Expressionismus
Auch die aktuelle Unterrichtsreihe greift die Themen und Werke einer Ausstellung des Kaiser-Wilhelm-Museums auf und verbindet die Auseinandersetzung mit dem Expressionismus mit eigener künstlerischer Praxis.
Darüber hinaus pflegen auch die DAZ-Schüler*innen einen regelmäßigen Kontakt zum Museum. Die Begegnung mit Kunst und Kultur eröffnet ihnen neue Zugänge zur deutschen Sprache: Sie erweitern ihren Wortschatz, lernen Fachbegriffe kennen und können Sprache unmittelbar mit Bildern, Kunstwerken und eigenen Erfahrungen verbinden.
Die Kooperation zeigt damit, wie Museum und Schule voneinander profitieren können: Kunst wird nicht nur betrachtet, sondern vorbereitet, selbst gestaltet, im Museum erlebt und anschließend weitergedacht.
