Februar 2020

Erste Hilfe auf dem Schulhof

Ab sofort sind an der Rupert-Neudeck-Gesamtschule in Tönisvorst 23 Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter bei Unfällen und Verletzungen einsatzbereit.
Ihre Erste-Hilfe-Ausbildung haben die 23 Schüler aus den Klassen 8-11 schon im letzten Schuljahr erfolgreich beim Deutschen Roten Kreuz und der Kooperationslehrerin Sarah Vujnovac abgeschlossen.
Unter dem Schulmotto:M3: Menschlich – Mutig – Miteinander
wird der Schulsanitätsdienst bei Unfällen oder Verletzungen sofort zur Stelle sein und sich um die Erstversorgung ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler kümmern.
Auch außerhalb der Schule können sich die interessierten Schüler einbringen. So hat die Kooperation bereits ein außerschulische Jugendrotkreuzgruppe hervorgebracht, welche sich regelmäßig trifft.
Weitere Informationen zum Thema Schulsanitätsdienst:
Jugendliche helfen ihren Mitschülerinnen und Mitschülern: Indem sie sich im Schulsanitätsdienst engagieren, sorgen sie bei Schul- und Sportfesten, Ausflügen und an ganz normalen Schultagen für Sicherheit und leisten in Notsituationen schnelle Hilfe. Sie sind fit in Erste Hilfe, wissen, wie man einen Verband anlegt, was man bei Vergiftungen tut und wie man die Stabile Seitenlage ausführt.
Zudem gehört zum Aufgabenspektrum der Schulsanis die Überprüfung und Ergänzung der Verbandsmaterialien. Sie sollen dabei helfen Gefahrenquellen in der Schule zu identifizieren und zu beseitigen. Kurzum: Der Schulsanitätsdienst erhöht im Alltag die Sicherheit an der Schule.

Aber er kann noch viel mehr: Schulsanitäterinnen und -sanitäter übernehmen Verantwortung für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Sie sind bei Unfällen in der Schule als erste zur Stelle, leisten Erste Hilfe und informieren, wenn nötig den Rettungsdienst. Die Aufgaben, die sie in diesem Rahmen wahrnehmen, erfordern und fördern wichtige Fähigkeiten und Fertigkeiten wie etwa Wissen und Einfühlungsvermögen, aber auch Selbstbewusstsein und Teamarbeit. Auf diese Weise beeinflusst der Schulsanitätsdienst zusätzlich das soziale Klima der Schule positiv.
Ausbildung und Voraussetzungen
Natürlich wird niemand ins kalte Wasser geworfen. Interessierte Schülerinnen und Schüler werden über das Jugendrotkreuz umfassend in Erste Hilfe geschult. Hier lernen sie, wie sie sich in Notfällen verhalten, aber auch wie sie Gefahren erkennen können, noch bevor etwas passiert.
Mit Rollenspielen trainieren sie den Umgang mit Verletzten. Einfühlungsvermögen ist dabei wichtig, denn gerade jüngere Mitschülerinnen und Mitschüler sind bei Unfällen oft verängstigt. Sie zu beruhigen, vor neugierigen Blicken abzuschirmen oder aufzumuntern sind zentrale Aufgaben des Schulsanitätsdiensts.
Mitmachen können alle Jugendlichen, die eine Erste Hilfe-Grundausbildung (neun Unterrichtseinheiten) abgeschlossen haben und sich reif genug für diese Aufgabe fühlen. Interessierte Jugendliche fragen einfach in ihrer Schule nach, ob bereits ein Schulsanitätsdienst eingerichtet ist (meist ist dieser in Form einer Arbeitsgemeinschaft organisiert). Sollte dies nicht der Fall sein, können Schülerinnen und Schüler über ihre Schule Kontakt zum JRK vor Ort aufnehmen, um Unterstützung für die Gründung zu erhalten.

Tätigkeitsfeld Schule
Während das Jugendrotkreuz die Ausbildung übernimmt, liegt es in der Verantwortung der Schule, den Schulsanitäterinnen und -sanitätern einen geeigneten Raum zur Verfügung zu stellen, wo sie Verletzte betreuen und die dafür notwendigen Materialien lagern können. Diesen Raum aufgeräumt und sauber zu halten, gehört zu den Aufgaben eines Schulsanitätsdiensts.
Wichtig ist auch, dass die Schule – etwa per Aushang – in jedem Klassenzimmer über die Dienstzeiten der Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter und ihre jeweiligen Unterrichtsräume informiert, damit sie im Notfall schnell geholt werden können. Die Kooperationsperson, die die Arbeitsgemeinschaft an der Schule betreut, spielt eine zentrale Rolle, da die Jugendlichen eine feste, volljährige Ansprechperson benötigen, die speziell geschult ist und die Arbeit des Schulsanitätsdienstes unterstützt.
Gemeinsam helfen
Schulsanitätsdienst ist Teamarbeit: Schulsanitäterinnen und -sanitäter treffen sich regelmäßig, um über Einsätze zu berichten, die Einsatzpläne abzustimmen und ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse zu vertiefen. Da der Schulsanitätsdienst vom Jugendrotkreuz vor Ort organisiert wird, finden in vielen Regionen sogar regelmäßige Wochenendfreizeiten und Wettbewerbe für die Schulsanitätsdienste statt.
Im Kreisverband Viersen ist der Schulsanitätsdienst an 21 Schulen im Namen des Jugendrotkreuz und des Deutschen Roten Kreuz aktiv. Dabei engagieren sich dort ca. 300 Schüler und Schülerinnen.

Februar 2020

Vertiefungsphase für das Stadtentwicklungskonzept : Schüler gestalten Tönisvorst in 15 Jahren

Tönisvorst Wie sie sich das Tönisvorst der Zukunft vorstellen, haben 30 Jugendliche der Rupert-Neudeck-Gesamtschule und des Michael-Ende-Gymnasiums erläutert. Ihre Ideen sind für das Stadtentwicklungskonzept gefragt.

„Ihr seid die Menschen, die in dieser Stadt, die wir mit dem Konzept gestalten wollen, vielleicht einmal mit ihrer Familie leben werden“, sagt Jörg Friedenberg, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung in Richtung der 30 Oberstufenschüler der Rupert-Neudeck-Gesamtschule und des Michael-Ende-Gymnasiums in St. Tönis. Einen Vormittag lang haben sich die 16- und 17-Jährigen Gedanken darüber gemacht, wie Tönisvorst in 15 Jahren, wenn das Stadtentwicklungskonzept umgesetzt ist, wofür zurzeit Ideen gesammelt werden, aussehen soll. Dabei waren die Jugendlichen in Gruppen aufgeteilt. Was bei der Präsentation auffällt: Alle wünschen sich bessere Busverbindungen in alle Richtungen, besonders abends, und mehr Raum für die Natur in den innerörtlichen Bereichen von St. Tönis und Vorst.

„Der Alte Markt in St. Tönis wirkt nicht sehr lebendig“, sagt etwa Pia Langels. Mehr Grün, Sitzgelegenheiten und einen Wetterschutz, schlägt die Schülerin vor. Zudem wünsche sich ihre Gruppe ein Internet-Café. Die Gruppe von Tamino Wenske schlägt vor, das Schwimmbad zum Freibad auszubauen und am St. Töniser Pastorswall einen Treffpunkt für Jugendliche einzurichten. „Dazu braucht es mehr Licht und der Pavillon müsste länger geöffnet haben“, sagt der Gesamtschüler. Um die Autos in den Ortskernen auszubremsen, die sich weder in Vorst nach in St. Tönis an die Schrittgeschwindigkeit hielten, schlagen die Jugendlichen Bremsschwellen vor.

„Auch sollte für Radfahrer mehr getan werden“, findet Tamino, „etwa indem die Gelderner Straße zur Einbahnstraße wird und so Platz für breite Radwege entsteht.“ Eric Voth, der die Ideen seiner Gruppe vorstellt, schlägt ein Bistro für Jugendliche in St. Tönis vor, das auch mittags, wenn die Schüler Freistunden haben, geöffnet hat. „Außerdem sollte es mehr Feste und Festivals in der Stadt für junge Leute geben, die Sportplätze sollten immer offen sein und eine Spraywand wäre gut“, sagt der Gymnasiast. Die Gruppe um Sarah Nilges hat besonders den Stadtteil Vorst ins Auge gefasst. „Der Markt ist sehr schön, aber das Potential wird nicht genutzt“, bilanziert die Schülerin. Mehr Restaurants und Geschäfte wären gut., finden die Schüler

In dem leerstehenden Fabrikgebäude am Kniebeler Park könnten die Jugendlichen sich einen Club vorstellen, für dessen Erreichbarkeit eine Busverbindung eingerichtet werden soll. „Es fehlen ein Fitnessstudio oder eine Outdoor-Fitnessfläche“, sagt Sarah Nilges. Finn Anstötz und Leon Thomas schlagen vor, die Straßenbahnlinie 41 bis zum Gewerbegebiet Hohenhöfe zu verlängern sowie den dadurch gewonnen Raum am St. Töniser Wilhelmplatz zu begrünen und in den Park zu integrieren. Außerdem wünschen sie sich, dass der Autoverkehr in der Kurve Willicher Straße durch einen Tunnel geführt wird. „Davon würde die ganze Fußgängerzone profitieren“, ist Finn Anstötz sicher.

Mehr Bäume und Grün auf dem St. Töniser Rewe-Parkplatz und mehr grüne Dächer in der Stadt seien außerdem gut für ein positives Stadtbild. Auch eine Idee zur Belebung des Nachtlebens haben die Schüler: „Hinter dem Schluff-Bahnhof gibt es leerstehende Industriebauten“, ist Leon Thomas aufgefallen, „dort könnten sich Bars und Clubs ansiedeln.“

Second-Hand-Läden, Elektrotankstellen, Solaranlagen auf die Dächer, Car-Sharing, einen Wasserspielplatz für den Alten Markt und aus einem der Baggerseen im Stadtgebiet ein Freibad zu machen sind weitere Ideen der Jugendlichen. Außerdem sind sich alle einig, dass sie öfter gefragt werden und mitreden möchten.

Quelle: RP

Januar 2020


Rupert-Neudeck-Gesamtschüler Tönisvorst sammelten für Zachäushaus in Burundi

Tönisvorster spendeten für Burundi : Gesamtschüler sammeln für Burundi

Tönisvorst. Die Schüler halfen beim Einkaufen. Das Geld übergaben sie nun dem Verein „Oase des Friedens“.

Genau 540 Euro haben Schüler der Rupert-Neudeck-Gesamtschule Tönisvorst an den Kassen und auf dem Parkplatz des Supermarkts Real gesammelt. „Dürfen wir Ihnen helfen?“, haben die Jugendlichen gefragt und für die Kunden die Einkäufe in Tüten und Kofferräume gepackt. Dass sie dafür so viel „Trinkgeld“ bekommen, hätten sie nicht gedacht. „Wir sind überwältigt, was wir mit ein bisschen Hilfe erreicht haben. Damit hat keiner von uns gerechnet“, sagt Emma Braun aus der Jahrgangsstufe neun.

Das Geld haben die Gesamtschüler jetzt an den Tönisvorster Verein „Oase des Friedens“ übergeben, der das Zachäushaus in Burundi unterstützt, ein Herzensprojekt des ehemaligen Tönisvorster Pfarrers Ludwig Kamm. Die Idee, etwas für das Zachäushaus, ein Heim für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen, zu tun, kam während eines Besuchs bei Christel Neudeck auf. Der verstorbene Rupert Neudeck, Ehemann von Christel Neudeck, ist Namensgeber der
Gesamtschule.

Von dem Geld bekommen drei Kinder ein Jahr lang ein Zuhause

Christel Neudeck erzählte der Schülergruppe, wie sie vom Wohnzimmer aus die Arbeit für die Rettung von mehr als 11 000 Menschen mit der Cap Anamur organisiert hat. Dabei hörten die Jugendlichen immer wieder die Standardfrage von Rupert Neudeck an alle Menschen, die zu ihm kamen: „Was können wir tun?“ Das haben sich im Anschluss auch die Jugendlichen aus Tönisvorst gefragt. Und weil Pastor Kamm die junge Gesamtschule im Aufbau unterstützt hat, etwa indem er für das kostenlose „Frühstück vor acht“ der Schule unermüdlich Spenden sammelte, wollten die Jugendlichen dem Pfarrer jetzt etwas zurückgeben und sein Projekt unterstützen.

Andrea Ricken und Sebastian Boekels, die für den erkrankten Pastor Kamm einsprangen, bedankten sich bei der Geldübergabe in dessen Namen und teilten den Schülern mit, dass von diesem Geld drei der Zachäushaus-Kinder fast ein Jahr lang ein Zuhause, Bildung und Medizin bekommen. wic

Quelle: WZ

Januar 2020

Bauliche Projekte für 2020 : Tönisvorst investiert in Schulen und Kitas

Tönisvorst Sanierung, Erweiterung, Ausbau: Für die vier Tönisvorster Grund- und zwei weiterführenden Schulen stehen in diesem Jahr bauliche Projekte an. Auch drei städtische Kindertageseinrichtungen profitieren.

Die Stadtverwaltung Tönisvorst hat sich für 2020 im Bereich Schulen und städtische Kindergärten einiges vorgenommen. Neben Sanierungsarbeiten stehen auch Erweiterungsbauten auf dem Plan.

GGS Corneliusstraße Die 1998 gebaute Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Corneliusstraße ist die jüngste der Tönisvorster Schulen. Nun wird der geplante Erweiterungsbau immer konkreter, sagt Jörg Friedenberg, Leiter des Fachbereichs D (Stadtplanung und Entwicklung, Immobilienmanagement, Tiefbau, Umwelt und Klima). Der Neubau soll zum Südring hin entstehen und die Raumsituation insgesamt verbessern. Nach Abschluss der Arbeiten wird es unter anderem eine Mensa für 100 Kinder geben sowie Lager- und Gruppenräume für die OGS. Die Ausschreibung für die Planungsleistung soll nun auf den Markt gehen, das Gebäude könnte nach einer zu erwartenden Bauzeit von einem Jahr zum Ende der Sommerferien 2022 in Betrieb genommen werden. Dafür sind 2,8 Millionen Euro vorgesehen.

Schulzentrum Corneliusfeld Das gleiche Prozedere gelte für das Schulzentrum Corneliusfeld, das unter anderem ein Fachraumzentrum bekommt, sagt Friedenberg. In dem Anbau, der voraussichtlich 5,6 Millionen Euro kosten wird, sollen moderne Räume für die naturwissenschaftlichen Fächer untergebracht werden. Die bisherigen zehn Fachräume werden dann zu Klassenräumen umgestaltet, so dass das Schulzentrum auf die Container, die sechs Klassenräume beherbergen, verzichten kann und zusätzlich vier neue Räume gewonnen werden. Zudem werden der Sanitärtrakt der Turnhalle (120.000 Euro) und die Bühnentechnik im Forum (100.000 Euro) erneuert. In dem Schulzentrum wird ein Teil der Schüler des Michael-Ende-Gymnasiums und der Rupert-Neudeck-Gesamtschule unterrichtet.

GGS Hülser Straße Die GGS Hülser Straße muss deswegen hinten anstehen. Aus Kapazitätsgründen könne erst nach der Fertigstellung der beiden Bauvorhaben GGS Cornelius­straße und Schulzentrum Corneliusfeld gearbeitet werden. Dort aber wird es langsam eng. Es fehlen etwa OGS-Nebenräume wie Garderoben und Lager sowie ein Bewegungsraum. Vorgesehen ist, den bestehenden Verbindungsbau durch einen zweigeschossigen Neubau zu ersetzen. Für 2020 stehen kleinere Arbeiten wie Fenster- und Dacherneuerungen sowie neue Beleuchtung auf dem Plan (172.000 Euro).

GGS Vorst Für die GGS Vorst besteht aktuell kein räumlicher Bedarf. Das könnte sich allerdings ändern. Durch das Wachsen des Baugebiets „Vorst Nord“ zeichnen sich höhere Anmeldezahlen ab, so dass „zumindest vorübergehend eine Dreizügigkeit der Schule nicht ausgeschlossen werden kann“. Bis zum Sommer sollen die Unterrichtsräume einen Sonnenschutz bekommen, wofür rund 155.000 Euro vorgesehen sind.

KGS Schulstraße An der katholischen Grundschule (KGS) St. Tönis an der Schulstraße mangelt es an Lagerräumen. Spielgeräte für die Pause werden im Heizungsraum gelagert. Der Hausmeisterraum ist so klein, dass er für die tägliche Arbeit unbrauchbar ist. Ein adäquater Erste-Hilfe-Raum ist nicht vorhanden. Weil die Einrichtung eines solchen Raums im Altbau nicht möglich ist, soll die Situation in diesem Jahr durch Möblierung im Rektorat (Liege und Materialien im Schrank) verbessert werden, 2021 könnte eine Garage um zwei Fertiggaragen für Spielgeräte und Werkzeuge des Hausmeisters erweitert werden. Ebenfalls aus Kapazitätsgründen soll die große Lösung erst 2022 möglich sein: Der Neubau soll um einen Anbau mit Hausmeisterraum (mit Erste-Hilfe-Ausstattung) sowie einen Lager- und Kopierraum erweitert werden. Einen Kostenrahmen gibt es noch nicht.

Schule Kirchenfeld In der Schule Kirchenfeld in St. Tönis, wo die Mittelstufe der Gesamtschule unterrichtet wird, stehen 2020 eher kleinere Arbeiten an: die Erneuerung der Kanalinstallation (10.000 Euro), die Dacherneuerung inklusive Wärmedämmung (70.000 Euro) sowie die Beseitigung der Risse im Turnhallenboden (38.000 Euro).